Gnadenbrotpferde

Die genannten Pferde stellen nur eine kleine Auswahl der von uns zur Zeit betreuten Pferde und Ponies dar. Es gibt aber zahllose Pferde, die von ihren ehemaligen Besitzern im Stich gelassen werden, wenn sie deren Ansprüchen nicht mehr genügen, die aufwendige Pflege und Betreuung lästig wird oder die Haltung zu kostenintensiv.

Gerade bei älteren Pferden ist es absehbar, dass zusätzliche teure, tierärztliche Behandlungen anstehen wobei die Tiere selbst immer weniger "nutzbar" werden.

  • So werden viele Pferde im Turniersport schon im Alter von 8 Jahren gnadenlos abgeschoben, da sie durch die starke Dauerbelastung frühzeitige Schädigungen aufweisen und mit dem Ehrgeiz der Reiter nicht mehr mithalten können.
  • Zur Unterhaltung für die Kinder gekaufte Ponys werden als "Spielzeug" bald uninteressant oder sind binnen kürzester Zeit "zu klein" und ein "passender Nachfolger" muss her.
  • Aber auch Freizeitpferde, die aus Altersgründen nicht mehr als Reittiere nutzbar sind, müssen plötzlich sofort weg, obwohl sie noch eine lange Lebenserwartung hätten. (Pferde können ca. 30 Jahre alt werden, Ponys und Esel sogar noch älter)

Für all diese Pferde gibt es meist nur zwei Alternativen, Tierschützer nehmen sich der Tiere an oder aber sie landen direkt beim Pferdemetzger, bzw. werden nach langwierigen qualvollen Lebend-Transporten erst im Ausland geschlachtet.

Der Landestierschutzverband BW e.V. ist eine Tierschutzorganisation, die sich unter anderem auch um solche Pferde kümmert. Aber auch, wenn die zuständigen Behörden Pferde aus tierschutzwidrigen Haltungen offiziell wegnehmen müssen, versucht der Landestierschutzverband zu helfen. Es ist nämlich überhaupt nicht einfach für mehrere Pferde (dann meist in schlechter gesundheitlicher Verfassung) geeignete Unterbringungsmöglichkeiten zu finden. Der Landestierschutzverband bemüht sich, beschlagnahmte oder "ausgemusterte" Pferde aufzunehmen und (zunächst einmal vorübergehend) artgerecht unterzubringen. Immer wieder gelingt es uns, einige der Tiere später an geeignete Personen weiterzuvermitteln, die bereit und in der Lage dazu sind, diesen Tieren ein dauerhaftes neues Zuhause zu bieten.

Aber manchen Pferden kann eine erneute Umstellung nicht mehr guten Gewissens zugemutet werden. Es sind gerade die alten Pferde und die Tiere mit leidvoller Vergangenheit, die dem Landestierschutzverband erhalten bleiben und denen wir wenigstens einen artgerechten Lebensabend ermöglichen wollen.

Dass so etwas nicht gerade billig wird, ist sicherlich leicht nachvollziehbar. Leider finanziert sich der Tierschutz in Deutschland - und damit auch der Landestierschutzverband - fast ausschließlich von Spendengeldern. Dementsprechend sind wir in unserer Arbeit sehr auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Deshalb unsere Bitte an Sie:

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende oder übernehmen Sie eine Patenschaft für eines unserer sogenannten "Gnadenbrotpferde" und helfen Sie so, dass diese Tiere ein schönes Leben genießen können.

Gerne können die Paten auch Kontakt zu ihren Patenpferden aufnehmen, sie beispielsweise gelegentlich besuchen und sich selbst davon überzeugen, dass die Patenschaftsgelder wirklich für ein ganz bestimmtes Pferd verwendet werden.
Falls Sie Interesse an weiteren Informationen haben, können Sie diese bei uns anfordern.